Ziele

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Baden-Baden,

seit Mitte 2014 darf ich als Oberbürgermeisterin die Geschicke unserer Stadt mitgestalten. Baden-Baden ist wie ein Diamant, den es immer wieder zu polieren gilt, damit seine Einzigartigkeit herausgestellt wird.

Die Lebensqualität in unserer Stadt ist herausragend und ich setze mich täglich dafür ein, dass wir für unsere Bürger und Gäste auch in Zukunft beste Lebensbedingungen bieten können. Mit Ihnen gemeinsam möchte ich beste Lösungen für unsere Zukunft entwickeln.

Auf diesen Seiten erfahren Sie mehr über meine Themen und Vorstellungen. Lassen Sie uns gemeinschaftlich zusammenwirken.

Herzlichst
Ihre

 

Baden-Baden: weltberühmt und einzigartig – und eventuell auch UNESCO Weltkulturerbe?

Baden-Baden wurde bereits vor 2.000 Jahren von den Römern als Quell des Wohlergehens entdeckt. Beste geografische Voraussetzungen, die Fähigkeiten und das Engagement der Baden-Badener haben dazu geführt, dass die Stadt über die Jahrhunderte hinweg ihren Ruf erhalten und kontinuierlich ausbauen konnte. Diesen besonderen Charme und die einzigartige Stellung in der Welt – quasi als Gesamtkunstwerk – gilt es auch künftig selbstbewusst nach außen zu tragen. Die Bürgerinnen und Bürger Baden-Badens sollen sich hier ebenso wohlfühlen wie die Besucher. In Abstimmung mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Gemeinderäten und Ortschaftsräten gilt es, Visionen für das „Baden-Baden der Zukunft“ zu erarbeiten und umzusetzen.

„Ich setze mich für Baden-Badens internationale Strahlkraft ein wie z.B. mit der UNESCO Welterbebewerbung als typische Bäderstadt des 19. Jahrhunderts.“

 

Baden-Baden – Kur- und Wohlfühlstadt

Gesundheit und Wellness werden immer wichtiger. Unabhängig davon, ob sich gestresste Arbeitnehmer, Arbeitgeber oder ältere Menschen gesund erhalten wollen, der Gesundheitssektor ist eine Branche mit Zukunft. Seit Jahrhunderten ist Baden-Baden als Bäderstadt und u.a. als „Sommerhauptstadt Europas“ im 19. Jahrhundert bekannt. Die verschiedenen Einrichtungen der Thermen- und Bäderlandschaft verbinden in einzigartiger Weise Traditionsbewusstsein mit modernsten medizinischen Erkenntnissen. Dieses besondere Alleinstellungsmerkmal gilt es zu erhalten und weiterzuentwickeln.

So entwickeln wir das Klinikum Mittelbaden zu einem Haus mit den Standorten Baden-Baden, Rastatt, Bühl und Forbach zu einem leistungsfähigen und modernen Krankenhaus.

 

Baden-Baden – international bekannte Kulturstadt

Kultur ist ein Markenzeichen für Baden-Baden. Sowohl Besucher aus aller Welt, als auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, können ein einzigartiges Angebot genießen. In den letzten Jahren ist es gelungen, wichtige kulturelle Visionen für Baden-Baden umzusetzen. Baden-Baden ist weltbekannt für das Festspielhaus, das Theater, die Philharmonie, das Museum Frieder Burda, das LA 8, das Stadtmuseum, das Fabergé Museum, das Brahmshaus und viele andere kulturelle Einrichtungen. Andererseits geben Heimatmuseen in den Ortsteilen einen interessanten Einblick in die Alltagsgeschichten der Menschen. Brauchtums- und Fastnachtsvereine sind weit über die Stadtgrenze bekannt und beliebt. Diese breit gefächerten Facetten des kulturellen Lebens in Baden-Baden gilt es zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Stadt muss die Rahmenbedingungen dafür bereitstellen, dass kulturelle Einrichtungen sich gut entwickeln können.

Seit Herbst 2016 habe ich die Kulturthemen in meinem Dezernat zusammengeführt. Erste gemeinsame Angebote sind die Sommerdialoge seit August 2016 und der Kultursommer von Juni bis September 2017.

 

Baden-Baden – attraktiver Wirtschaftsstandort

Wirtschaft ist ein starker Motor. Eine solide Wirtschaftsstruktur ist wichtig für die Zukunftssicherung einer Stadt. Unternehmen müssen sich gut entwickeln können, damit wohnortnahe Arbeitsplätze erhalten bzw. ausgebaut werden und Steuereinnahmen stabil bleiben. Deshalb sollte in der Stadt ein wirtschaftsfreundliches Klima entwickelt werden.

Angesichts der Besonderheiten Baden-Badens gilt es, mit viel Fingerspitzengefühl den Ausgleich zu finden zwischen den Notwendigkeiten der Unternehmen und den Bedürfnissen von Mensch und Umwelt. Die Stadtverwaltung muss sich dabei als Dienstleister und Partner der örtlichen Unternehmen verstehen. Objektive und zügige Bearbeitung aller Anliegen, der enge Austausch und die Kommunikation auf Augenhöhe sind dabei von besonderer Bedeutung für ein gutes Miteinander. Insbesondere das Flächenmanagement gilt es verantwortungsbewusst weiterzuentwickeln.

Ausländische Gäste sind in Baden-Baden willkommen, ob als Touristen oder um hier zu arbeiten. Viele Ausländer haben sich hier eingelebt und sind in unserer Gesellschaft integriert. Unsere Wirtschaft braucht Fachkräfte. Ausländische Mitbürger sind aber auch eine Bereicherung unserer Gesellschaft. Um unsere Zukunftsfähigkeit zu erhalten, steht die Kommune in der Verantwortung, Angebote zur Integration zu machen und Menschen, die zu uns kommen darin zu unterstützen, sich hier schnell einzuleben.

Hotellerie und Gastronomie sind wichtige Wirtschaftszweige in Baden-Baden, Arbeitgeber für viele Menschen und wichtige Steuerzahler. Vor allem ist die Hotellerie Botschafter der Stadt für die Gäste aus Deutschland und der ganzen Welt. Die Stadt muss sich deshalb der Anliegen und Bedürfnisse der Branche annehmen und in ständigem Austausch Lösungen für aktuelle Fragen erarbeiten. Gemeinsam mit der Gastronomie möchte ich Ideen und Visionen erarbeiten, wie die Gastronomie und Hotellerie weiterentwickelt und stark für die Zukunft gemacht werden kann. Wichtige Pflicht der Kommune ist es, die Infrastruktur dafür zu schaffen. Ein sauberes Stadtbild, gepflegte Grünflächen und das Gefühl der Sicherheit gilt es zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Im Frühsommer 2015 haben wir ein Konzept zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes im Gemeinderat einstimmig beschlossen. Die Vergabe der knapper werdenden Gewerbegrundstücke erfolgt nun anhand einer Qualifizierungsprüfung. Das Gründerzentrum ELAN kooperiert seit 2016 mit dem größten, internationalen IT Netzwerks Europas, dem Cyberforum, um u.a. die Digitalisierung der Wirtschaft voranzutreiben.

Das Gewerbegebiet Bollgraben in Steinbach wurde zwischenzeitlich erschlossen und ist in der Vermarktung. Demnächst wird das Gewerbegebiet Braunmatt in Haueneberstein entwickelt.

Seit Mitte 2017 haben wir die Technologieregion Karlsruhe (TRK) zu einer GmbH mit der Wirtschaft als 40 % Gesellschafter und die Wissenschaft als 10 % Gesellschafter zu einer schlagkräftigen Entwicklungsgesellschaft für unsere Region aufgestellt.

 

Baden-Baden – mobil in der Stadt und den Ortsteilen

Baden-Baden ist hervorragend angebunden. Ob mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug – die Stadt ist gut zu erreichen. Eine Zukunftsaufgabe ist es, für den Individualverkehr passgenaue und attraktive Lösungen zu finden. Mein Ziel ist es – wo immer möglich – den Autoverkehr zu verringern und dennoch die Mobilität der Menschen zu verbessern.

Der öffentliche Nahverkehr ist in Baden-Baden gut ausgebaut. Für die Zukunftsfähigkeit ist es wichtig, die Linienführung und Auslastungen zu prüfen. Außerdem gilt es, die Hauptumsteigebeziehungen zu analysieren, z.B. von Fernzuglinien und Regionallinien auf die Busse von und in die Stadt. Wir haben die Umläufe der Busse angepasst, um die Pünktlichkeit zu erhöhen. Ein modernes Betriebsleitsystem wird derzeit installiert, um dann auch eine Fahrplan in Echtzeit an den Haltestellen anbieten zu können.

In 2015 und 2016 haben wir zwei Park & Ride Angebote realisiert: mit 180 Stellplätzen direkt südlich des Hauptbahnhofs und im Parkhaus am Cineplex direkt an der Stadteinfahrt der B 500 mit attraktiven Busverbindungen in die Innenstadt.

Die Asphaltierung der grünen Einfahrt dient der Verbesserung unseres Radwegesystems. Auch bieten wir seit 2 Jahren Leihfahrräder am Hauptbahnhof und in der Stadt über das Angebot von Call-a-bike an.

Auch Fahrradwege müssen weiter ausgebaut werden. Sowohl die Baden-Badener selbst, als auch Touristen und Besucher legen Wert auf gute und gut ausgeschilderte Fahrradwege. E-Bikes und moderne Fahrräder gewinnen eine immer größere Bedeutung und unterstützen auch ältere Menschen dabei, auf diese Weise mobil zu bleiben. Als leidenschaftliche Radfahrerin bin ich davon überzeugt, dass diese Mobilität der Stadt und den Menschen gut tut.

„Umwelt und Natur bewahren ist für mich Respekt vor der Schöpfung und Verpflichtung gegenüber kommenden Generationen.“

 

Baden-Baden – wo Familien sich zuhause fühlen

Ein wichtiges Anliegen ist die Familienfreundlichkeit in Baden-Baden auszubauen, damit wir verstärkt Familien mit Kindern für unsere Stadt gewinnen können. Die Stadt hat traditionell ein hohes Durchschnittsalter und deshalb ist es wichtig, auch junge Menschen für die Stadt und ihre vielen Vereine zu begeistern. Schwerpunkte sind deshalb die Schaffung von Wohnraum wie z.B. Wohngebieten in der „unteren Sommerbühn“ in Steinbach, „Stöcke Nord“ in Sandweier, neue Wohnungen in der Hubertus- und Wörthstrasse, Erweiterung Oos-Winkel, Wohnungen neben der Rheintalhalle in Sandweier oder auch in der Aumatt- und Alemannenstrasse. Der Gemeinderat hat das Wohnraumförderkonzept im Sommer 2016 einstimmig beschlossen.

Weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder wie der Bau der Kindertagesstätten Sankt Bernhard, Sankt Felix, Petzzetino, Regenbogen oder der Neubau am Keltenweg.

Auch in unseren Schulen und Sportinfrastruktur investieren wir erhebliche Mittel z.B. in die neue 3-Feld-Turnhalle bei den Berufsschulen, der Erweiterung der Turnhalle Steinbach oder des MLG Gymnasiums oder die Sanierung des Aumattstadions. Die Schulen werden bedarfsorientiert umgebaut mit Mensen oder Selbstlernzentren oder zu Ganztagesschulen wir bei der Realschule.

Eine Herausforderung für unsere Stadt ist die Integration der Flüchtlinge, die seit Mitte 2015 nach Deutschland kamen. Dezentrale Wohnunterbringung, Einbeziehungen in Kindertagesstätten und Schulen, Deutschkurse und berufliche Ausbildung sind dabei vorrangige Aufgaben

 

Baden-Baden – Stadt für Jugendliche

Jugendliche brauchen eine Stimme in der Stadt. Ihnen Orientierung zu geben und sie an der Stadt von morgen mitgestalten zu lassen, ist eine wichtige kommunale Aufgabe. Jugendliche wollen auf Augenhöhe angesprochen werden. Angebote kann die Stadt nur gemeinsam mit ihnen erarbeiten, ob dies Jugendtreffs sind, jugendgerechte Angebote der Vereine oder auch die Einrichtung von freies WLAN auf zentralen Plätzen der Stadt, das wir bereits 2015 anbieten. Zwischenzeitlich konnte das freie WLAN auch in unseren Schulen umgesetzt werden.

Inzwischen hat sich ein Jugendband e.V. (JuBa) gegründet, der in der Eventakademie Konzerte von Jugendbands fördert. Die LEGO Welten in der Stadtbibliothek erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei Kindern und Jugendlichen. Der Kinder- und Jugendstadtplan konnte Mitte 2017 fertiggestellt werden, der maßgeblich durch die Kinder selbst erarbeitet wurde.

Das Jugendforum ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für unsere Jugendliche, um ihre Vorstellungen der Stadt zu formulieren.

 

Baden-Baden – Stadt in den besten Jahren

Die Bevölkerung Europas wird immer älter. Darauf müssen sich die Kommunen einstellen und altersgerechte Angebote schaffen. Die Bevölkerung Baden-Badens ist im Durchschnitt etwas älter als in anderen Städten. Viele ältere Menschen suchen und finden hier besondere Heilangebote, Ruhe im Alltag und gleichzeitig einzigartige Kulturangebote. Ältere Bürgerinnen und Bürger sind für unsere Gesellschaft wichtig. Sie haben für unseren Wohlstand hart gearbeitet und verdienen unseren Respekt. Sie können und wollen deutlich länger als noch vor einigen Jahren am gesellschaftlichen Leben teilhaben und es bereichern. Ziel der Stadtgesellschaft von morgen sollte es sein, Angebote zu schaffen, die älteren Menschen ein langes, selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Neue Wohnformen für Mehrgenerationen bzw. Wohngemeinschaften wie „Alten-WG’s“ werden in der Cité entwickelt auf einem der letzten verfügbarene Wohngrundstücke.

Mit Einrichtung der ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten ab 2016 wollen wir die Barrierefreiheit soweit möglich verbessern. Dazu gehören Rampen statt Treppen, Geländer an Aufstiegen, WC`s für Menschen mit Behinderungen, gut lesbare Beschilderungen sowie Rollator-Training mit unseren Stadtbussen.

 

Baden-Baden – lebendige Orts- und Stadtteile

Über die Hälfte der Einwohner sind in den vielfältigen Ortsteilen zu Hause, haben dort ihre gewachsene Vereinskultur und natürlich auch individuell ganz unterschiedliche Erwartungen an das Rathaus. Um die Erwartungen zu kennen und die Bedürfnisse der Menschen stets im Auge zu haben, ist ein reger Austausch, z.B. durch regelmäßige Begehungen und Stadtteilgespräche notwendig.

Eine wichtige Zukunftsaufgabe ist es die Vitalität der Ortsteile zu sichern. Dies kann nur gemeinsam bewältigt werden. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich mit allen Dingen des Alltags wohnortnah versorgen können. Mit dem Ehrenamtskonzept, dass der Gemeinderat 2017 einstimmig beschlossen hat, möchte ich die Arbeit der Ehrenamtlichen in den rund 600 Vereinen unterstützen. Denn die Vereine sind lebendige Stadtgesellschaft und macht Baden-Baden so sympathisch.

Dazu gehört auch die Erschließung familiengerechter und bezahlbarer Baugebiete in den Ortsteilen, um allen Generationen das Wohnen im Ort zu ermöglichen und die Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Gerade in den Ortsteilen herrscht ein reges Vereinsleben. Dieses zu stärken und die Vereine darin zu unterstützen, für junge Menschen attraktiv zu bleiben, muss ein besonderes Anliegen der Stadtverwaltung sein.

„Den Vereinen möchte ich eine verlässliche Partnerin sein und ihre Arbeit durch den Aufbau der Ehrenamtskultur stärken.“

 

Baden-Baden – gemeinsam mehr als die Summe aller Teile

Baden-Baden ist einzigartig, keine andere Stadt dieser Größe ist so bekannt und geschätzt in der Welt. Die Vielfalt des europäischen Flairs und die jeweiligen individuellen Besonderheiten der Orts- und Stadtteile gilt es zu stärken und auch international weiter bekannt zu machen. Eingebettet in eine reizvolle Landschaft, geprägt vom hochattraktiven Stadtbild gilt es, diese Symbiose mit Fingerspitzengefühl und mit Verantwortung weiterzuentwickeln und für künftige Generationen zu erhalten. Dazu bedarf es einer kompetenten Rathausspitze, die sich dieser Verantwortung bewusst ist. Eine Stadtspitze, die im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Gemeinde- und Ortschaftsräten Konzepte entwickelt und umsetzt. Eine motivierte Stadtverwaltung, die für die Bürgerinnen und Bürger da ist, die Baden-Baden dazu befähigt, dauerhaft in der obersten Liga der beliebtesten Städte mitzuspielen.