Persönliche Erklärung zur OB-Wahl:

Das Wahlergebnis am 13.3. hat mich überrascht. Mit diesem enttäuschenden Wahlergebnis hatte ich nicht gerechnet.
Ich bin aber dennoch mit mir im Reinen. Mir lag es immer am Herzen der Stadt Bestes zu erreichen. Auf meine Leistungsbilanz bin ich stolz: wir haben über 140 Millionen € investiert in unsere Schulen, Straßen, Plätze und Kindergärten. Wir sind Welterbestadt geworden und haben mehr Potential denn je, unsere Attraktivität zu verbessern. Wir sind zu einer beliebten Stadt für junge Familien geworden. Auch der Wirtschaftsstandort ist vielfältiger und gründerfreundlicher geworden.
Vor diesem Hintergrund habe ich aus meiner Sicht einen guten und engagierten Wahlkampf geführt. Allerdings hat meine Leistungsbilanz in dieser außergewöhnlichen Wahl offenbar keine Rolle gespielt. Das muss ich akzeptieren.
Demokratie ist ein wertvolles Gut, das spüren wir aktuell mit Blick auf Russland und die Ukraine sehr schmerzhaft. Umso mehr tut die schwache Wahlbeteiligung in Baden-Baden weh. Demokratie heißt aber auch Wahlergebnisse anzunehmen und damit umzugehen. Deswegen habe ich mich gemeinsam mit meinem Mann entschieden, im zweiten Wahlgang nicht mehr anzutreten.
Meinen Wählern und allen, die mich in meinem Amt in den vergangenen Jahren und im zurückliegenden Wahlkampf persönlich und fachlich unterstützt haben, sage ich ganz herzlichen Dank. Ich war gerne Oberbürgermeisterin in dieser wunderschönen Stadt. Für mich war das nicht ein bloßer Job, sondern eine fantastische Berufung. Aus Liebe zu Baden-Baden werde ich das Amt bis zu meinem letzten Arbeitstag weiterhin mit vollem Engagement und Leidenschaft ausüben.

Aus meinem Tagebuch

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Margret Mergen

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